Unsere Tochter startet an der Freien Schule

Unsere Tochter, Helena Luisa (knapp 6J.), hat heuer an der Freien Schule gestartet. Wir beobachten leise und sensibel aus der Ferne, wie sie damit umgeht und was der Eintritt in die Schule mit uns macht.

Helena Luisa taucht nach 3-jährigem Besuch des KinderWaldes nun in eine Welt ein, in der sie mit deutlich älteren Kindern und Jugendlichen zu tun hat. Und mit zwei äußerst achtsamen Lernbegleiterinnen. Das ist – so glauben wir Eltern – der für sie aufregendste und derzeit fruchtbringendste Teil daran. Das Sein mit Älteren öffnet ihre Zugänglichkeit für Bewunderung, authentische Stärke, Dankbarkeit, mehr Milde und Inspiration. Ihre Außer-Haus-Lebensgemeinschaft hat sich erweitert. In dieser Lebensgemeinschaft gibt es ganz viele Möglichkeiten, sich täglich spannende Dinge zu organisieren und man darf dort sogar sichtbar Verantwortung übernehmen! In Form von Freiwilligendiensten als Beitrag zum Erhalt des angenehmen Schulalltags, jeweils im Duo zwischen einem jungem und älterem Kind. Da werden Müllentsorgung, Blumengießen, Lebensmitteleinkauf etc. zu etwas echt Besonderem.

Unsere Tochter ist innerlich gewachsen. Sie zelebriert diesen Eintritt in eine neue Lebensphase eher leise und genussvoll. Sie kommt täglich sehr entspannt und erfüllt und mit Selbstgemachtem aller Art nach Hause. Und: Sie arbeitet innerlich daran, das soziale Gefüge an der Schule für sich zu entschlüsseln bzw. sich mehr und mehr zugänglich zu machen. Wir beobachten in stiller Freude, welche verschiedenen neuen Kapitel sie in ihrem Tun aufschlägt und in den Fokus ihrer Aufmerksamkeit rückt. Welche neuartigen Schritte sie sich vornimmt bzw. zutraut. Sie fährt täglich mit einer Gruppe aus SchulkollegInnen und einer Lernbegleiterin ohne mit der Wimper zu zucken hin und retour Zug (und genießt das sehr!). Und sie trägt jetzt Schnürschuhe, die wir ihr noch nie zubinden durften, weil sie das jetzt einfach selbst macht. ;-)

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