Schulpraxis mal ganz anders

Als Volksschullehramt-Studentinnen der PH der Diözese Linz durften wir die Praxistage im 5. Semester in der Freien Schule Linz verbringen.
Was ist eine Freie Schule? Wie soll das funktionieren? Was kommt auf uns zu?
All diese Fragen stellten wir uns vor Beginn der Praxis. Als Studentinnen erlebten wir bisher nur „klassische“ Schulen, in welchen es fixe Stundenpläne, Noten etc. gibt und auf gut vorbereitete Stundenbilder Wert gelegt wird. Die Freie Schule Linz bot uns in diesem Semester einen starken Kontrast zu diesen Regelschulen, da hier die Erfüllung der inneren Bedürfnisse der Kinder im Vordergrund steht und dies nur möglich ist, wenn die Kinder frei entscheiden können, wann und wie sie lernen.
Die ersten Tage verbrachten wir teils mit reinen Beobachtungen, teils in der Rolle des Kindes, in welcher wir das System der Schule kennenlernten und die unzähligen Materialien erproben konnten. Mit der Zeit fungierten wir immer mehr als Lernbegleiterinnen und stellten auch einige Angebote.
In den 12 Tagen, die wir in der Freien Schule Linz verbringen durften, beeindruckten uns insbesondere die familiäre Atmosphäre sowie das Vertrauen in die Kinder und deren Können. Aufgrund der Tatsache, dass nur 13 Kinder die Schule besuchen, besteht eine viel intensivere Beziehung zwischen den Kindern und den Lernbegleitern bzw. Lernbegleiterinnen. Dadurch kann auch auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder besser eingegangen werden.
Unser Fazit für die Schulpraxis: Schule ist nicht gleich Schule. Es ist wichtig, verschiedene Schulkonzepte kennenzulernen, um eine gewisse Offenheit zu bewahren und für sich die Schulform zu finden, die zu einem passt. Auf jeden Fall können wir uns die Erkenntnis mitnehmen, dass Kinder selbst am besten wissen, was sie brauchen.

Anja & Monika 

Zurück