LERNEN, LERNEN, LERNEN...Durch Spiel, Projektarbeit und in jedem Fall frei(willig)

Nun ist schon die dritte Schulwoche vorbei und mir kommt es vor, als wären die Sommerferien schon vor Monaten gewesen. Da sieht man wieder, wie schnell man sich an etwas gewöhnt und in den Alltag zurückfindet. Ich würde sagen, inzwischen haben sich alle in der Schule eingelebt und wir haben die ersten „Trends“ hinter uns. Dieses Schuljahr war schon Kerzen gießen, Fingerstricken und Kaufladen spielen ganz beliebt. Ich bin mir nicht sicher, wie oft ich mich schon von den jüngeren Kindern mit Gras, Erde und Steinen bekochen hab lassen. Gerade vorher habe ich mein zweites Frühstück – ein Rindensemmerl mit Steinnutella - mit Spielgeld bezahlt. Ich glaube, der Laden, in dem ich es gekauft habe, hat gerade erst eröffnet, die Angestellten waren sich noch nicht ganz einig über die Aufgabenaufteilung der einzelnen Personen. Auch die Preise variieren stark, je nachdem, wen man danach fragt. Sie rechnen es sich selber aus, wieviel Wechselgeld ich bekomme, wenn ich einen 5€ Schein hergebe und es €3,20 kostet, wieviel zwei Semmerl kosten, wenn eines 60 Cent kostet etc. Alle reden immer vom „spielend Lernen“ - das ist, glaube ich, ein gutes Biespiel dafür, wie es funktionieren kann.Das sind jetzt natürlich in erster Linie die jüngeren Kinder, die diese „Trends“ mitmachen und es ist schon witzig zu sehen, dass sie genau das Gleiche machen, wie ich, als ich vor 7-9 Jahren in ihrem Alter war.

Mein Fokus in den letzten Wochen lag eigentlich auf Englisch. Ich hörte mir immer wieder „Birkenbihl-CD's“ an – auch während ich diesen Text schreibe :) Vera Birkenbihl hat die Theorie, dass man eine Sprache lernt, indem man immer wieder jemanden in der Sprache reden hört. Dazu liest man in der Wort-zuWort Übersetzung, was der Text bedeutet. Man hört die CD im Hintergrund, während man etwas anderes macht und so nimmt das Gehirn die Sprachmelodie, die Grammatik und die Vokabel unbewusst auf. Mit einer der Lernbegleiterinnen, rede ich jeden Tag eine Viertelstunde lang Englisch. Ich hätte eigentlich gedacht, dass mir das schwerer fallen würde, als es tatsächlich tut.

Ansonsten ist ein ziemlich aktuelles Thema zur Zeit die Schulzeitung. Die Schule feiert nun 10 Jahre Öffentlichkeitsrecht und wir haben beschlossen, dass wir zu diesem Anlass eine Jubiläumszeitung herausgeben. Keine/r von uns hat jemals eine Zeitung gemacht, deswegen ist es eine besonders große Herausforderung, zu schauen, was wir wofür benötigen. Noch haben wir den schwierigsten Teil noch nicht hinter uns. Wir sind gerade dabei, die verschiedenen Leute zu überreden, dass sie einen Artikel für die Zeitung schreiben, oder uns ein Interview geben. ;) Allerdings müssen wir danach noch das Layout machen und die Zeitung drucken lassen.

(Mirjam, Schülerin der Sekundaria)

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