Gelebter Journalismus & gelebte Herausgeberschaft

 Ich habe vor ein paar Monaten schon von unserer 10-Jahres-Jubiläumszeitung berichtet. Jetzt ist sie soweit fertig und wir werden im Laufe der nächsten Wochen ein Probeexemplar erhalten – ich bin schon sooo gespannt darauf +.+

Ich bin mir nicht sicher, ob ich im Redaktionsteam dabei gewesen wäre, wenn ich gewusst hätte, wieviel Arbeit, Zeit und teilweise auch Nerven mich das kosten würde. Kerstin fragte uns im September, ob wir nicht eine Zeitung gestalten wollen, die dann im Mai fertig sein würde. Ich fragte mich, wieso wir schon im September damit starten sollten, wir werden doch wohl keine 8 Monate für eine läppische Zeitung brauchen. Im Endeffekt haben wir uns gut 6 Monate im Grunde konstant mit der Zeitung beschäftigt.

Ich darf mir gar nicht überlegen, wieviele Mails ich verschickte, wieviele Bleistifte wir verbauchten bei unseren „Redaktionsstitzungen“, wieviele Beistrichfehler noch 2 Tage bevor die Zeitung in den Druck ging, korrigiert wurden, wie oft wir über Kleinigkeiten wie den Zeilenabstand oder die Größe eines Fotos diskutierteten und wie oft ich gefragt wurde, wann die Zeitung denn nun endlich fertig sei?

Für Außenstehende muss es wirklich so aussehen, als würden wir schon ewig daran arbeiten und die Zeitung eher nebenbei machen, aber wir haben uns in der Endphase – ca. die letzten 8-9 Wochen wirklich TÄGLICH mit unserer Zeitung beschäftigt. 

Im Grunde können wir wirklich sehr stolz auf uns sein; wir haben selber eine richtige Zeitung auf die Beine gestellt, die mit 24 Seiten und 400 Exemplaren in Druck gehen wird!

Wir überlegten, für welche Zielgruppe soll die Zeitung bestimmt sein, welche Themen kommen rein, wer schreibt welchen Artikel, wie finanzieren wir den Druck, wer macht das Layout, welches Foto kommt auf die Titelseite, kommt unter jeden Artikel ein Foto des Autors / der Autorin, woher kommen überhaupt die Werbeeinschaltungen, …

Wenn ich hier lese, was wir wirklich geschafft haben, frage ich mich echt, WIE wir das gemacht haben?

Im Endeffekt haben wir alle echt was daraus gelernt und ich hoffe wirklich, dass uns das Endergebnis, wenn wir es endlich in der Hand halten dürfen, so stolz machen wird, dass die ganze Arbeit und Anstrengung vergessen sind. 

(Mirjam, Sekundaria-Schülerin, 15J.)

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