Freitag ist unser Badetag

Jeden zweiten Freitag haben wir die Möglichkeit, die Schwimmhalle im der Familienoase im Biesenfeld zu nutzen.

Biesenfeldbad ohne Kinder :-)Da der letzte Badetag so ein echter Vorzeigetag war, möchte ich ihn euch miterleben lassen.

Insgesamt hatten sich 6 jüngere Kinder zum Schwimmen eingetragen. Jonas und Johanna traf ich gleich in der LILO, Valerie stieg an der Straßenbahnhaltestelle zu, Helena und Simon warteten auf uns mit Wolfgang, Simons Papa, als zusätzliche Betreuungsperson vorm Biesenfeldbad. Simon hatte noch seinen jüngeren Bruder Jakob mitgebracht. Das sechste Kind war wegen Schnupfen zu Hause geblieben.

Es war ca. 8.30 Uhr als wir zum Umziehen gingen.

Den Kindern waren die Umgebung und der Ablauf vertraut. So gingen sie duschen und gleich zum Nichtschwimmerbecken. Dort schwammen sie, tauchten, sprangen auf verschiedene Weise vom Rand ins Wasser. Manches unternahmen sie alleine, manches zu zweit oder in Gruppen.

Gegen 9 Uhr meldeten sich die drei Mädchen, dass sie Hunger haben. Also gingen wir in den vorgesehenen Bereich. Der Papa blieb bei den Burschen am Becken.

Unter vielem Erzählen tauschten die Mädchen ihre Jausendoseninhalte und warteten, dass das Buffet öffnen würde. Inzwischen war Simon zu unseren kleinen Gruppe gestoßen, um mit uns zu jausnen. Das Buffet war immer noch geschlossen und so entschlossen sie sich, wieder baden zu gehen.

Aus einem benachbarten Raum holten sich Valerie und Johanna Schwimmnudeln. Johanna formte ihre zu einem Kreis und Valerie setzte sich einfach auf ihre und ließ sich treiben. Helena stellte fest, dass die Bälle, die ihr ihre Taufpatin geschenkt hatte, nicht untergehen. Sie wollte tauchen und Gegenstände hochholen. Also suchten wir im Ausleihbereich und fanden Ringe. Nachdem sie die Ringe mehrmals vom Grund geholt hatte, begann ein Spiel mit Valerie und Johanna, bei dem Helena die Ringe für die beiden warf und diese holten sie wieder.

Jonas, Simon und Jakob tauchten viel. Eine Weile versuchte Jonas, der noch nicht schwimmen kann, sich mit “Hundepaddeln“ über Wasser zu halten. Dann sah ich, wie er am Beckenrand im Wasser stand und über Kopf versuchte, das auf die Fliesen Geschriebene zu verstehen. Dort stand: WT 0,8, - 1,2 m. Er sah mich fragend an und gemeinsam kamen wir dem Geheimnis auf die Spur.

Die Buben entschieden sich dann, rutschen zu gehen.

Endlich öffnete das Buffet. Die Mädchen hatten darauf gewartet und „mussten“ sich jetzt unbedingt etwas kaufen. Alle drei bekamen ein Eis. Johanna blieben noch 30 Cent, die sie ihrer Meinung nach aufbrauchen musste. Da es kleine Süßigkeiten für 20 und 10 Cent dort gibt, hatte sie ihr Ziel auch bald erreichtKinder springen ins Wasser

Wolfgang war inzwischen nach Hause gegangen und ich pendelte zwischen den rutschenden Buben und den Mädchen.

Jonas und Simon kamen immer lachend im unteren Becken an und erzählten mir jedes Mal, wie sie diesmal gerutscht waren. Ich freute mich mit ihnen und dachte mir, was sie hier alles für Erfahrungen machen können.

Die Mädels sprangen kopfüber und rückwärts ins Becken, machten Saltos unter Wasser, nahmen sich bei der Hand und drehten sich. Dann wollten sie mir ihr „Theaterstück“ aufführen. Das entpuppte sich dann als ein Stück, in dem jede der drei mir ihre Schwimmkunststücke zeigte, die sie bis jetzt geübt hatte. Wir freuten uns daran, was sie schon können und dann gingen alle zum Rutschen, wo es ohne Pause immer hoch und runter ging.

Alle 5 hatten ihren Spaß daran und auf einmal tat sich eine ganz neue Gruppenkonstellation auf: Valerie und Johanna gingen ins Schwimmerbecken, um sich abzukühlen, wie sie sagten. Die immer ruhige Helena übernahm die Führung bei der verbleibenden Rutschgruppe. Lachend war sie die erste, die die Leiter wieder hinaufstürmte.

Am Schluss versammelten sich nochmal alle am Schwimmerbecken, wo die beiden Mädchen schon eine geraume Zeit einen Kanon über Regenwetter sangen, Helena und Simon tauchten jetzt im tiefen Wasser nach ihren Ringen und Jonas, der Nichtschwimmer, stand einfach am Rand und sah seinen vier Mitschülern zu.

Insgesamt war es ein sehr schöner Vormittag, der ohne einen einzigen Konflikt ablief und bei dem jede(r) auf seine Kosten kam.

Kerstin Schmidt ist Lernbegleiterin an der Schule

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