Schulstart

Wir sind alle aufgeregt, denn es ist nicht nur ein Start für unsere Tochter in der Freien Schule, es ist auch Start für uns als Familie im Elternverein. Ein bisschen haben wir alle schon rein geschnuppert, beim Arbeitswochenende im Sommer, beim ersten Mal putzen. Die Umgebung für die Kinder so zu gestalten, dass ein guter Start möglich sein kann.

Einige Tage vor Schulbeginn kommt ein Email. Die Planung der ersten Schulwoche. Am ersten Tag sollen Kennenlernspiele gemacht werden und ein Begrüßungsritual für die ganze Familie. Danach Ausflüge in die Grottenbahn, das Landesmuseum, in den Bauernbergpark, ins Hallenbad. Die Lernbegleiterinnen haben die Erfahrung gemacht, dass die neuen Kinder besser außerhalb der Schule in die Gruppe hineinfinden. Find ich gut, dass darauf der Fokus gelegt wird.

Dann der erste Tag. Unsere Tochter fährt mit meinem Mann mit dem Bus in die Schule, weil sie nach einiger Zeit alleine in die Schule fahren will.
Wir kommen nach, um 11 Uhr beginnt das gemeinsame Ritual. Die Mutter einer Schülerin hat einen Sitzkreis liebevoll dekoriert und alle haben Stofftiere mitgebracht, die sie für das Ritual brauchen wird. Die Neugier steigt... was wird sie mit den Stofftieren vorhaben? Jede/r kann sich eines auswählen. Dann beginnt sie eine Geschichte zu erzählen von Tieren... keiner wird ausgeschlossen, selbst der böse Wolf darf Schutz suchen, wenn der Sturm kommt. Die Botschaft der Geschichte erreicht mich und berührt mich. Alle dürfen dabei sein, keiner soll ausgeschlossen werden, egal wie unterschiedliche Menschen hier aufeinander treffen werden.
Danach gibt es köstlichen Schokokuchen für alle und der erste Schultag ist vorbei. Schade eigentlich. Aber dafür gibt es ja daheim noch die Schultüte!Foto: Kinder am Spielplatz

Das frühe Aufstehen ist schwer, aber die Freude über das Schule-gehen-dürfen und die Ausflüge ist groß. Ich hole meine Tochter von der Schule ab, nehme mir Zuhause Zeit und gebe ihr Raum mir ihre Befindlichkeit und ihr Erleben mitzuteilen, durch Worte, durch Handlungen, durch Gefühle. Sie wirkt entspannt, zufrieden, manchmal müde. Sie knüpft erste Kontakte und kommt gut an.

Nach der ersten Woche ist der erste pädagogische Elternabend. Zum ersten mal in diesem Schuljahr erzählen die LernbegleiterInnen, wie sie die SchülerInnen in den ersten Tagen erlebt haben und auch für uns als Familien ist Zeit und Raum unsere Eindrücke zu erzählen, darzustellen. Ein rundes Bild entsteht. Ich bin sehr berührt, wie begeistert und vollen Herzens die Schulleiterin ihre Beobachtungen mit uns teilt. Ich freu mich auf die nächste Zeit!!

 

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